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Ihr Arbeitnehmer arbeitet ausserhalb der Schweiz in einem EU- oder EFTA-Staat

Wenn Sie Ihren Arbeitnehmer dauerhaft in einem anderen Land als der Schweiz beschäftigen, ist er nicht mehr in der schweizerischen Sozialversicherung, also gegen Alter, Arbeitslosigkeit, Unfall, Krankheit und Invalidität versichert. Ihr Arbeitnehmer ist ab diesem Zeitpunkt im Beschäftigungsland versichert.

Ist Ihr Arbeitnehmer für Sie lediglich befristet ausserhalb der Schweiz tätig, bleibt er in der Regel in der Schweiz versichert. In diesem Fall spricht man von einer Entsendung. Ihr Arbeitnehmer bleibt in der Schweiz versichert, wenn:

  • er bei Ihnen weiterhin in einem Beschäftigungsverhältnis steht;
  • Sie weiterhin den Arbeitslohn zahlen sowie die fälligen Sozialabgaben einbehalten und in der Schweiz abführen;
  • Ihr Arbeitnehmer die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats der EU/EFTA oder der Schweiz besitzt und in einem EU- oder EFTA-Staat arbeitet (Bei Beschäftigungen ausserhalb der EU bzw. EFTA kontaktieren Sie bitte Ihre AHV-Ausgleichskasse).

Entsendung nachweisen mit A1-Bescheinigung

In vielen Ländern wird durch staatliche Stellen kontrolliert, ob ein Arbeitnehmer sozialversichert ist. Auch das Unternehmen, in dem Ihr Arbeitnehmer eingesetzt wird, kann kontrolliert werden. Mit einer A1-Bescheinigung weist Ihr Arbeitnehmer nach, dass er in der Schweiz sozialversichert ist. Besitzt er keine A1-Bescheinigung, riskiert er ein Bussgeld. In einigen Ländern kann ein Arbeitnehmer bei bestimmten Unternehmen ohne A1-Bescheinigung überhaupt nicht arbeiten.

Entsendung - maximal zwei Jahre

Ihr Arbeitnehmer darf maximal für 24 zusammenhängende Monate in einen EU- oder EFTA-Staat entsandt werden. Eine Verlängerung ist über das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) in Bern zu beantragen. Das BSV muss die Zustimmung des ausländischen Sozialversicherungsträgers einholen und wird anschliessend eine Ausnahmevereinbarung erteilen.

Befristete Entsendungen, deren Dauer von vornherein 24 Monate übersteigen, sind beim Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) in Bern anzumelden. Das BSV prüft dann im Einzelfall, ob mit Zustimmung des ausländischen Sozialversicherungsträgers eine Ausnahmevereinbarung erteilt werden kann.